Rhabarber

Rhabarber ist vielseitig verwendbar und wegen seiner Mineralstoffe und Vitamine sehr gesund. Er ist äußerst unkompliziert im Anbau und eine beliebte Pflanze im Nutzgarten. Rhabarber ist eine sogenannte Dauerkultur, d. h. die einmal gepflanzte winterharte Staude kann rund zehn Jahre am gleichen Standort stehen bleiben. Bei genügend Platz legt sie dadurch mit jedem Jahr an Größe zu und liefert von Jahr zu Jahr höhere Erträge. Stülpt man im Frühling einen großen Kübel oder Korb über die Pflanze, verleiht der Lichtmangel ein zarteres Aroma und die Stiele werden rot.

 

Boden

Rhabarber bevorzugt einen nahrhaften, gleichbleibend feuchten Standort, eher einen halbschattigen Platz nicht direkt in der Sonne. Ist es aber zu schattig, bleiben die Stiele eher dünn. Wenn er sich ungestört ausbreiten kann, benötigt er rund einen Quadratmeter Beetfläche. Der Boden sollte vorher tiefgründig umgegraben werden und von Wurzelunkräutern befreit sein. 

Wasser und Düngung

 

Jedes Frühjahr mit Hornspänen und reifen Kompost düngen, in der Hauptwachstumsphase von Mai bis Juni, benötigt die Pflanze reichlichen Wasser  und Nährstoffe. Nach der letzten Ernte Ende Juni nochmals mit organischem Gemüsedünger nachdüngen. 

 

 

Ernte

 

Junger Rhabarber sollte nicht vor dem zweiten oder dritten Jahr geerntet werden. Dabei die Stengel nicht abschneiden, sondern mit leichtem Druck herausdrehen, durch einen kräftigen Ruck an der Ansatzstelle herausreißen. Pro Staude sollte maximal die Hälfte der Blätter geerntet werden, um sie nicht zu sehr zu schwächen. Die Erntezeit ist also relativ kurz, sie beginnt im April und endet spätestens am "Johannistag" dem 24. Juni.


Blüten

Sie sind schön, aber sobald sich erste Blütenansätze zeigen, sollten diese heraus gebrochen werden, da diese das vegetative Wachstum schwächen. Sie sind wunderschön in einem rustikalen, natürlichen Blumenstrauß.

vorher

nachher

Blüte zur Deko


Oxalsäure

Ab Ende Juni nimmt der Gehalt der Oxalsäure zu, diese kann dem menschlichen Organismus schaden und fördert eventuell die Bildung von Nierensteinen.

 

Vermehrung

Rhabarber lässt sich ganz einfach durch Teilung im Herbst vermehren.

 

Krankheiten und Schädlinge

Rhabarber ist im Allgemeinen sehr widerstandsfähig und robust gegen Schädlinge und Krankheiten. In feuchtwarmen Jahren können gelegentlich verschiedene Blattfleckenpilze auftreten. Davon befallene Blätter sollten frühzeitig im Hausmüll entsorgt werden.


Rezepte

Rhabarberkuchen - schnell und einfach

Rezept & Foto Gaby Maiwälder

Zutaten: 250 g Butter, 250 g Zucker, 1 P. Vanillezucker, Prise Salz, 4 Eier, 250 g Mehl, 75 g Stärke, 2 Teel. Backpulver und 750 g Rhabarber.

Rhabarber in kleine Stücke schneiden

Rührteig: Butter, Zucker Vanillezucker, Salz cremig rühren,

Eier einzeln der Reihe nach unterrühren,

Mehl, Stärke, Backpulver kurz unterrühren.

Auf gefettetes Blech, Rhabarber darauf,

ab in den Ofen 200° 30-40 Min. goldbraun backen.

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben

und mit Sahne genießen. ...so einfach, so lecker!



Rhabarber-Marmelade

Rezept & Foto Gaby Maiwälder

  • 1 kg Rhabarber waschen, schälen und in 1 cm Stücke schneiden
  • 1 Vanilleschote längs halbieren
  • alles zusammen mit Saft von einer Orange und 500 g Gelierzucker (2:1) in einem großen Topf gut verrühren
  • ca. 1 Stunde stehen lassen
  • Die Fruchtmasse unter rühren ca. 4 Minuten sprudelnd aufkochen lassen.
  • Vanilleschote entfernen
  • die Marmelade heiß in sterile Gläser füllen.
  • abkühlen lassen

Menge reicht für ca. 6 Gläser a 250 ml



Rhabarbersaft für Schorle, Kompott oder Fruchtmasse

Rhabarbersaft für Schorle

Stiele in Stücke schneiden, knapp mit Wasser bedecken, Zucker zugeben (eher reichlich) und auskochen. Durch ein Sieb abschütten und den Saft nach nochmaligem Erhitzen heiß in saubere Flaschen abfüllen. Fertig! Hält sich gut ein Jahr und lässt sich mit Wasser zu sommerlichen Getränken mischen.

 

Kompott,  Fruchtmasse

Das abgetropfte Fruchtfleisch ist immer noch reich an Geschmack und lässt sich als Kompott oder Fruchtmasse für Kuchen verwenden.



Fotos und Text: © Gaby Maiwälder und Theresia Stadler-Mayr