Wildblumen

 

Wir verstehen unter Wildblumen wildwachsende und nicht kultivierte Blumen-Arten, die bei uns in Bayern heimisch sind. Dazu gehören auch Wald- und Wiesenblumen, Wildkräuter, -sträucher oder -gemüse.

 

Da Wildblumen hübsch, pflegeleicht und sehr bienenfreundlich sind, dürfen und sollen sie auch im Garten wachsen. Denn leider sind viele dieser Arten in der freien Natur immer seltener anzutreffen.

 

Mit der schwindenden Blütenpracht gehen Artenvielfalt und wichtige Lebensräume für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge verloren. Aber beim Kauf von Wildblumen-Mischungen z. B. für naturnahe Gärten oder Blühstreifen gibt es einiges zu beachten. 

Blühstreifen

Wildblumen

Wildkräuter

Wildsträucher


Aronstab

Arum maculatum

Blüht von April bis Mai

Höhe 15 bis 40 cm, Blätter nur 20 cm lang

Feuchte Waldböden

Giftig!


Bärlauch


Beinwell


Bilsenkraut

Hyoscyamus niger

"das Hexenkraut" enthält psychoaktive Substanzen

blüht von Mai bis Oktober


Borretsch

alias Gurken- oder Kukumerkraut 

 

Die Gewürz- und Heilpflanze hat einen charakteristisch ausgeprägten Geschmack nach frischen grünen Gurken, welcher sich hervorragend in Salaten oder auf Brotaufstrichen macht. Die sternförmigen Blüten sind dabei eine aparte Zier. In der Heilkunde werden die Samen der Pflanze bzw. das daraus gewonnene Öl vor allem bei Hautbeschwerden verwendet.


Buschwindröschen


Ehrenpreis


Flockenblumen

Centaurea scabiosa oder Centaurea jacea

Wichtige Futterpflanze für heimische Schmetterlinge 

Blüht den ganzen Sommern hindurch

Federhaften Blüten

Trockenen Wiesen und Weiden

Wind, Weidetiere und fleißige Ameisen verbreiten ihre Achänen (einsamige Schließfrucht) an neue Orte 


Frauenmantel


Gänseblümchen

Bellis perennis

Weiss-rosa Blütenblätter

Enthält Ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe

Heilpflanze


Glockenblume

Campanula patula


Gundermann, Gundelrebe

Glechoma hederacea

blüht von April bis Juni

kriechend bis zu 2 m lang, bis 30 cm hoch

Heilpflanze

"Wiesen-After-Eight"

 

Heilpflanze und Wundheilmittel dabei einfach auf Wunden und Geschwüre legen. Verwendung auch bei Ohrenbeschwerden und gegen Würmer sowie bei Nieren-, Leber- und Lungenleiden. Durch die Bitterstoffe wird der Stoffwechsel angeregt und unterstützt somit auch beim Abnehmen.


Hahnenfuss

Ranuculus

blüht von April bis Juni

bis 50 cm hoch

kann zu Hautreizungen führen

Giftig!

 

 


Hornklee

Lotus corniculatus

Futterquelle für den Hauhechel Bläuling

Blüht von Mai bis September

Produziert mit rund 40 % einen sehr zuckerhaltigen Nektar


Kamille

Matricaria chamomilla

Höhe bis 80 cm

gegen Magenschmerzen

 

Kamillentee ist Omas "Geheimrezept" gegen jede Krankheit.

 

Denn sie ist die beliebteste Heilpflanze gegen allerlei Beschwerden, wie z.B. Magen- und Verdauungsprobleme, Aufstoßen, Blasenschwäche, Ekzeme, Entzündungen, Furunkel, Fieber, Gicht, Wunden...

Bei Sonnenschein von Mai bis Juli ernten.


Knabenkraut

Orchis militaris

 

Sehr anspruchsvoll

Zählt zu den gefährdeten Pflanzen.

Überdüngung oder Verbuschung zerstören den Lebensraum.

Bis zu 50 Einzelblüten bilden beim Helm-Knabenkraut einen gemeinsamen Blütenstand


Lichtnelken

Silene flos-cuculi

Die rosa Kuckucks-Lichtnelke mit ihren leicht zerfledderten Blütenköpfchen

Die Blütezeit dieser Blume startet mit Mai/Juni und somit mit dem Ruf des Kuckucks. 


Löwenzahn


Lupine


Natternkopf

Echium vulgare

auch der "Blaue Heinrich"

starkbehaart und trichterförmige Blüten

trocken oder halbtrockene Böden

blüht von Mai bis Oktober

 


Malven


Margeriten

"Er/sie liebt mich - er/sie liebt mich nicht..."

 

Leucanthemum vulgare

Margeriten werden etwa 50 bis 100 Zentimeter groß

Blüte von Mai bis Oktober

Typische Pionierpflanze auf mageren Böden

Mehrjährige krautige Pflanze

Heilende Wirkung gegen Husten, Krämpfe und leichte Hautverletzungen

Nicht giftig, aber Kontaktallergien sind möglich


(Sand-)Mohn

mag es trocken und warm

blüht von April bis Juni

Höhe bis zu 30 cm


Nelkenwurz

Geum urbanum

blüht von Mai bis September

Höhe 30 bis 80 cm

halbschattig bis schattig

Heilpflanze soll gegen Durchfall und Mundentzündungen helfen


Rotklee

Trifolium pratense

 

Rotklee oder auch Wiesenklee ist ein echtes Multitalent! 

Rotklee hat entzündungshemmende und blutreinigende Wirkungen, ebenso senkt er das Cholesterin und beugt Knochenschwund vor, Aber vor allem ist er aufgrund seiner hohen Phytoöstrogeninhalte besonders hilfreich bei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden.

Phytoöstrogene sind Pflanzenhormone auch Isoflavone genannt und ähneln dem der weibliche Östrogene. Sie enthalten neben Magnesium, Calcium, Kalium, Vitamin B1, B3 und C, vier wichtige Isoflavone: neben Daidzein und Genistein, auch Biochanin A und Formononetin. Diese sorgen für Wohlbefinden, heben die Stimmung, fördern die Konzentration und lindern Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

Nach Studien soll Rotklee auch vor Tumorerkrankungen und Arteriosklerose schützen.

 

Rotklee auch Wiesenklee genannt, verbessert die Bodenqualität und ist auch als eiweißreiche Futterpflanze beliebt, zudem dienen die Blüten vor allem Hummeln.

 


Schafgarbe

Achillea millefolium

auch Frauenkraut oder Bauchwehkraut

aromatischer Duft

blüht von Mai bis Oktober

Heilpflanze schleimlösend, entkrampfend, schmerzstillend, verdauungsfördernd

 

als Tee, Tinktur, Salbe wirkt dieses Heilkraut lindernd bei schweren Verlusten, oder positiv für Leber, Magen, Darm, Galle oder Haut.

 

Zur heimischen Wiesen-Schafgarbe gibt es hunderte weitere Sorten. Erkennbar an den fein gefiederten Blättern an aufrecht wachsenden Stengeln, je nach Sorte weiß, gelb, rosa oder sogar duftend.

Sie stellt keine hohen Ansprüche an Boden und Pflege.

 


Scharbockskraut

Ficaria verna

nicht mehr auszurotten

bis zu 20 cm hoch, wächst flächig

Blüht von Februar bis Mai

Feuchte Böden

Giftig

 


Schöllkraut

Chelidonium majus

Bruchstellen färben orange

bis 70 cm groß

Blüht von April bis Oktober

Geben Warzen


Seifenkraut

Saponaria officinalis

Blüht von Juni bis September

Höhe 30 bis 80 cm

feuchte und nährstoffreiche Böden


Stechapfel

Datura stramonium

Höhe 20 bis 100 cm groß

Blüht von Juni bis Oktober

Stark giftig!


Stinkender Storchschnabel

Geranium robertianum

Riecht/stinkt

Halbschattige Standorte

bis 50 cm groß

Blüht von Mai bis Oktober

Gegen Durchfall und Zahnschmerzen


(Taub-)Nesseln

Lamium

weiß, rot, gelb, lila

Blüht von Juni bis Oktober

halbschattig bis sonnig

nicht mit Brennnessel verwandt

 


Vergissmeinnicht


Vogelmiere, Hühnerdarm

Stellaria media

Sonnig bis schattig

Höhe 5 bis 40 cm

sehr anpassungsfähig

Heilpflanze gegen Rheuma


Wandelbeere


Weidenröschen

Epilobium angustifolium

Auf Wald­lichtungen und abge­holzten Waldflächen nach einem Kahlschlag Heilpflanze, besonders gut für Prostata und Blase

Kerzenförmige rosa bis pinkfarbigen Blüten

Krautige Staude

Geschichte hat sie geschrieben, als der deutsche Botaniker Christian Konrad Sprengel 1790 an dieser Art die Fremdbestäubung entdeckte.


Wiesen-Salbei

Wichtige Bienen und Hummelpflanze

2 cm lange hebelartige Staubgefäße

bis zu ein Meter tiefe Wurzeln

trockene Standorte 


Wiesen-Schaumkraut

Cardamine pratensis

Weiss bis lilafarbene Blümchen

Auf nährstoffreichen Feuchtwiesen

Blüht von Ende April bis Mitte Mai/Juni

Nur Bienen und Falter kommen in die trichterförmigen Blüten


(Acker-)Witwenblume

Knautia arvensis

 

Hauptblütezeit: Juli bis August

Höhe 30 bis 80 cm