Nüsse

Nüsse gehören botanisch zum Obst, enthalten aber nur wenig Wasser, dafür mehr Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Mit ihren Vitaminen aus der B-Gruppe und Vitamin E sowie Kalium, Natrium, Magnesium, Phosphor, Mineralstoffe bereichern Nüsse den Speiseplan als wertvolle Nährstofflieferanten. Und zwar im Müsli, als Topping im Salat oder als Zugabe in rustikalen, asiatischen oder mediterranen Speisen.

Walnüsse

enthaltene Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure, sie wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, stärkt das Herz und wirkt entzündungshemmend. Zudem enthält die Walnuss viel Eiweiß und reichlich Tryptophan, das nicht nur beruhigend wirkt, sondern im Körper in Serotonin umgewandelt wird und stimmungsaufhellend ist.

Besonders hervorzuheben ist auch der hohe Zinkgehalt, der wichtig für das Immunsystem ist. Aber da sie auch einen Fettanteil von 60 % enthalten, sollte man sie nur in Maßen genießen.

Haselnüsse

sind sehr robust und bei uns weit verbreitet. Neben gesunden Fettsäuren und Zink enthalten sie besonders viel Vitamin E, das die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützt. Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Eisen sind ebenso enthalten wie jede Menge Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die die Verdauung in Schwung bringen. Zudem gelten sie als Kraftnahrung. Sie haben zwar etwa 60 % Fett, bestehen aber zu fast 40 % aus Eiweiß, welches gut für den Muskelaufbau ist.

Maronen oder Ess-Kastanien

... oder südtirolerisch "Kerschten".

Sie gehören zu den kalorienarmen Nüssen.

Mit ihrem nussig-süßlichen Geschmack finden Esskastanien in der Küche vielseitige Verwendung. Zudem regen sie durch ihre enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung an. Sie sind stark sättigend und finden daher häufig Verwendung als Zutat in Suppen, Wild- und Geflügelgerichten. Ihre Kohlenhydrate erhöhen den Serotoninspiegel und heben die Laune.


Ernten & Trocknen

Walnüsse schnell trocknen

Über ein paar Wochen von Ende September bis Oktober hinweg fallen die Walnüsse reif vom Baum. Sie sollten alle zwei Tage aufgesammelt, von grünen Schalenresten befreit und müssen rasch getrocknet werden, sonst ist die Schimmelgefahr sehr groß.

Nur in die Sonne legen reicht an einigen Oktobertagen nicht aus. Der Schimmelpilz bildet starke Gifte, weshalb befallene Nüsse grundsätzlich nicht gegessen werden sollten.

 

Text: https://www.garten-traunstein.de/2021/10/01/gartenpraxis-oktober/


So knackt man harte Nüsse!

Nüsse sind manchmal schwierig zu knacken. Dann sollte man ausprobieren, sie ins Gefrierfach zu legen. Bereits nach einer Stunde verändern die Minusgrade die Struktur der Schale – und danach lässt sich fast jede Nuss knacken.

Schädlinge & Krankheiten

Nussbäume als große Hausbäume oder auf Streuobstwiesen sind beliebt. Bei der Walnuss, eigentlich eine sehr robuste Obstart, treten in manchen Jahren verstärkt Schäden auf.

 

 

Die Walnussfruchtfliege

Gesunde grüne Laubblätter aber Nüsse mit schwarzer Schale? Das könnte auf die Walnussfruchtfliege hindeuten. Die schwarzen Hüllen kleben oder lassen sich nur schwer lösen. Liegen die Nüsse noch frisch am Boden, findet man in den weichen, grünen oder schwarzen matschigen Hüllen oft mehrere weißliche Larven. Sie ernähren sich vom saftigen Fruchtfleisch, das dann matschig-schleimig verbräunt.

 

Nach dem Aufklauben befallener Nüsse mitsamt anhaftender Hülle werden die Kerne (mit Handschuhen!) herausgepuhlt. Dabei können die vorhandenen Larven in der Fruchthülle gesammelt und vernichtet oder Hühnern zum Fressen vorgesetzt werden. Eingesammelte befallene Früchte lassen sich auch anderweitig retten. In einem Korb oder Kübel mit Hochdruck-Dampfstrahler unter Rütteln der Gefäße werden die Nüsse abgestrahlt und die Hüllen entfernt. Die sauberen Nüsse werden anschließend getrocknet.

 

Die Kirschfruchtfliege

Machen auch die Nachbarn mit, kann es sinnvoll sein ab Juli mindestens fünf bis sieben Gelbtafeln in der Baumkrone verteilt aufzuhängen, um zumindest einen Teil der Fliegen abzufangen. Das Auslegen von feinmaschigen Netzen oder Folien im Kronenbereich ab Juni verhindert das Aufwandern der geschlüpften Fliegen aus dem Boden. Hierfür wird der Unterbewuchs sehr kurz gemäht. Ebenso hilft eine Hühnerhaltung unter den Bäumen ab dem Frühsommer, die dann die Tönnchen-Puppen der Schädlinge aus dem Boden picken.

 

Xanthomonas und Marssonina - Braune Blätter der Walnuss

Zwei Krankheiten, die eine Braunfleckung auf den Blättern sowie teilweise schwarze Nüsse hervorrufen, sind bedingt durch häufige und große Niederschlagsmengen. Es sind die Pilz- oder Bakterienkrankheiten Xanthomonas und Marssonina.

 

Geschädigte Nüsse müssen entsorgt und die befallenen Laubblätter entfernt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit die gerbstoffhaltigen und schwer verrottbaren Blätter gut zu zerkleinern und über den Kompost zu entsorgen. Der Anteil sollte aber maximal zehn Prozent betragen. Sind die Bäume sehr dicht gewachsen, sorgt ein Auslichtungsschnitt (im belaubten Zustand!) dafür, dass wieder mehr Luft und Licht an den Walnussbaum kommt und die Blätter schneller abtrocknen.

 

https://www.gartenbauvereine.org/2021-gartentipp-woche-40-2/