Unkraut

Uns Gärtnern geht das "Unkraut" schon mal auf die Nerven.

 

Früher wurde manches Unkraut von heute sogar absichtlich in Klostergärten angebaut. Auch aus Sicht von Gesundheitsberatern spricht man eher von Heilkräutern. Denn viele dieser Wildkräuter kann man in der Küche verwenden oder zum Heilen einsetzen. Sie enthalten wertvolle Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente z.B. zur Organregeneration, Verdauungsförderung, gegen Schlafstörungen oder zur Belebung.

Nur leider ging das Wissen fast oder oftmals verloren. Kräuterhexen waren lange nicht mehr "in", aber jetzt sind sie wieder im kommen. 

Das feuchte Wetter lässt die Pflanzen sprießen

Im Stauden- und Gemüsebeet können manche uneingeladene Gäste aber ziemlich lästig werden, wie Acker- oder Zaunwicke, Brennnessel, Gundermann, Ackerwurzel, Giersch, Löwenzahn, Springkräuter oder Vogelmiere.

 

Dort hilft deshalb nur Jäten. Aber nicht einfach abreißen, sondern ausgraben, raus stechen, und zwar mit den Wurzeln. Denn sonst breiten sie sich weiter aus, übernehmen das Kommando und lassen die anderen nicht mehr durch. 

 

Auszug aus Facebook Vielfaltsmacher


Brennnessel-Jauche ansetzen

DAS Pflanzenstärkungsmittel ohne Chemie!

 

Ein Kilogramm frische Brennnesseln, eventuell  klein geschnitten, mit etwa zehn Liter Wasser aufgießen.

10 bis 14 Tage abgedeckt ziehen lassen, zwischendurch durchrühren, sobald keine Bläschen aufsteigen, ist die Jauche fertig. 

Tipp: Damit die Jauche nicht zu sehr stinkt, etwas Gesteinsmehl zugeben.  

 

Unbedingt ca. 1 : 10 verdünnt gießen



Einfach Aufessen!

Selbstgemachte Bärlauch-Pasta auf

"Wildspinat" mit Walnüssen und Wild- und Gartenkräutern

 

Wildkräuter-Salat

aus Löwenzahn, Brennnessel, Vogelmiere und Giersch mit Schafskäse oder Mozarella, Äpfel oder Walnüssen.

  

"Falscher Spinat"- Giersch oder Brennnessel.

Speck und Zwiebeln anschwitzen bis alles Farbe annimmt, dann den frisch geernteten Giersch dazugeben, wer mag, mit einem Schuss Weißwein ablöschen und mit Sahne, Muskat oder Blauschimmelkäse verfeinern. 5 Minuten dünsten.

 

Brennnesselsuppe mit Gänseblümchen

 

 

Ackerwurzel

Die Wurzel soll belebend, kräftigend und harntreibend sein und wurde auch für Entwurmung bei Kindern verwendet. Sie wirkt sich positiv auf die Magensaftproduktion und auf die Verdauung aus. Bitterstoffe und Flavonoide unterstützten die Regenerierung der Leberzellen.


Löwenzahngelee

3 große Handvoll Löwenzahn

Saft von 1 Zitrone

1 Päckchen Gelierzucker 2:1

800 ml Wasser

Die gelben Blütenteile gründlich von den grünen Blütenblättern befreien. Das ist zwar etwas mühsam, lohnt sich aber. Denn sonst wird das Gelee bitter.Die gelben Blütenblättchen zusammen mit 800 ml Wasser in einem Topf aufkochen und 5 bis 6 Minuten kochen lassen. Hin und wieder umrühren. Dann vollständig abkühlen lassen. Den kalten Sud durch ein Tuch abseihen, dabei sollten 750 ml Flüssigkeit übrig bleiben. Evtl. mit Wasser auffüllen. Mit Zitronensaft und Gelierzucker im Topf vermischen, aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Das Gelee sofort heiß in Gläser abfüllen und verschließen.

Foto und Rezept der Vielfaltsmacher: https://www.vielfaltsmacher.de/loewenzahngelee/


Gundermann - "Wiesen-After-Eight"

 

Gundermann frisch ernten, Schokolade schmelzen und Gundermannblättchen oder Stengel eintauchen, auf Rost oder Backpapier aushärten lassen und kühl genießen.

 

Echt unglaublich, aber es schmeckt wirklich nach After-Eight.

 

Gundermann ist eigentlich eine alte Heilpflanze auch Gundelrebe genannt und wächst langkriechend auf Wiesen und Feldern, oder eben als "Unkraut" im Garten.  Es riecht eher etwas unangenehm und schmeckt scharf und bitter.

 

Auch zu empfehlen: Gundermann-Kräuterbutter


Schon Hildegard von Bingen setzte Gundermann als Heilpflanze als Wundheilmittel ein, dabei einfach auf Wunden und Geschwüre legen. Verwendung auch bei Ohrenbeschwerden und gegen Würmer sowie bei Nieren-, Leber- und Lungenleiden. Durch die Bitterstoffe wird der Stoffwechsel angeregt und unterstützt somit auch beim Abnehmen.