Kürbisse

Die größte Beere der Welt!

 

Sie stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, über die Jahrtausende wurden hauptsächlich die ölhaltigen Kerne der Kürbisse als Nahrungsmittel genutzt. Inzwischen schätzt man die "Riesenbeere" als gesundes und ergiebiges Gemüse in der Küche und als kompostierbares "Bastelmaterial" im Herbst. 

Vorkultur

Grundsätzlich ist auch beim Kürbis eine Vorkultur im Haus sinnvoll – insbesondere bei den wärmebedürftigen Sorten und in kühlen Regionen mit Spätfrostgefahr. Für die Vorkultur muss man einen Zeitraum von drei bis vier Wochen einplanen.

Boden

Samen rund zwei Zentimeter tief in einen Topf mit zehn Zentimetern Durchmesser legen. Als Substrat kann normale Anzuchterde verwendet werden, alternativ ein Gemisch aus zwei Teilen Gemüseerde und einem Teil Sand. Bei Temperaturen von 20 bis 24 Grad Celsius, guter Belichtung und gleichmäßiger Bodenfeuchte keimen die Samen innerhalb einer Woche. 

Auspflanzen

Auspflanztermin ist erst nach den Eisheiligen gegen Ende Mai, dabei sollten sich nicht mehr als drei echte Blätter gebildet haben, sonst wachsen die jungen Kürbisse nicht gut an. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen sie außerdem abgehärtet sein. Dazu stellt man sie in der Woche vor dem Auspflanzen einige Zeit ins Freie und gewöhnt sie so an die Temperaturen und das Sonnenlicht.


Die Beetfläche pro Pflanze beträgt wie bei der Direktsaat je nach Wuchsverhalten einen bis drei Quadratmeter. Man setzt die Wurzelballen so tief in die Erde, dass die Oberfläche zwei Fingerbreit unter dem Erdniveau liegt. So bilden die Jungpflanzen unten am Stängel zusätzliche Wurzeln und werden besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Nach dem Pflanzen das gründliche Angießen nicht vergessen.

 

Alle Kürbisse sind einjährig und bilden lange, mehr oder weniger stark rankende Triebe mit großen Blättern.


Man kann Kürbisse übrigens auch direkt auf den Komposthaufen oder – noch besser – auf einen Haufen aus gut abgelagertem Pferdemist pflanzen. Hier sind sie bestens mit Nährstoffen versorgt.

 

Jede Pflanze sollte je nach Sorte nur zwei bis drei große oder vier bis fünf kleine Kürbisse tragen, damit diese sich gut entwickeln können.

In trockenen Sommern muss man seine Kürbispflanzen regelmäßig wässern. Vor allem nach der Befruchtung brauchen die Pflanzen viel Wasser, sonst bleiben die Früchte relativ klein.

 

Damit der Boden im Sommer nicht zu stark austrocknet, mulcht man den unmittelbaren Wurzelbereich rings um jede Pflanze mit Rhabarberblättern, Stroh oder einer dünnen Rasenschnitt-Auflage.


Kürbisse richtig ernten

Reif sind Kürbisse, wenn sie ihre sortentypische Farbe, eine feste Schale und einen eintrocknenden Stiel haben. Frost vertragen sie gar nicht.

 

Wer die Früchte einlagern möchte, sollte sie für etwa zwei Wochen draußen in die Sonne legen. So trocknen der Stiel und kleinere Schalenverletzungen ab. Bei schlechtem Wetter einfach ins Gewächshaus, an die Hauswand oder notfalls im Zimmer bei 20°C nachreifen lassen. – Dann sind die Kürbisse gut lagerfähig und dürfen dunkel, kühl und trocken liegen.

 

Die Sorte bestimmt, wie lange gelagert werden kann. Beim häufig angebauten Hokkaido kann das ein halbes Jahr sein, beim Feigenblattkürbis bis zu 3 Jahre.


Zierkürbisse

Zierkürbisse sind oft mehrfarbig und haben zum Teil recht bizarre Formen. Die Unterscheidung zwischen essbaren Speise-Kürbissen und giftigen Zierkürbissen stellt sich vielen Gartlern. An Form oder Farbe kann man es kaum festmachen.

 

Bei selbst geerntetem Saatgut ist daher immer Vorsicht geboten, weil die Kürbis untereinander kreuzen können und das Ergebnis dann ungewiss ist. Eigentlich ist es recht einfach: Zierkürbisse sind bitter und dieser Bitterstoff ist giftig.

Deshalb den Kürbis beim Aufschneiden probieren. Sollte er bitter schmecken, bitte nicht essen.


Übrigens sind Halloween-Kürbisse meist essbar.

Infos des Kreisverbandes Traunstein https://www.garten-traunstein.de/2021/09/01/gartenpraxis-september/

und Auszüge aus "mein schöner Garten"


Rezept

Kürbissuppe

Hokaido stückeln, andere Kürbisse vorher schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden,

  • Zwiebelwürfel und Knoblauch anschwitzen, Kürbisstücke dazu geben,
  • gerne auch Karotten, Ingwer oder einige Tomaten dazugeben
  • Kräuter dazugeben, wer mag Liebstöckel, Rosmarien oder Thymian...
  • Salzen, pfeffern, würzen, je nach Belieben mit Paprika, Chili oder Curry
  • Köcheln bis sämig und evtl. mixen oder pürrieren
  • abschmecken, Brühe oder wer mag Sahne oder Kokosmilch dazugeben
  • mit angerösteten Kürbiskernen, Kürbiskernöl oder Kräutern servieren.