2024 haben wir uns an einem Bohnen-Experiment versucht.
Die Idee dazu entstand am Saatguttag unseres Kreisverbands Traunstein in Vachendorf, mit der Ausstellung "Bohnenvielfalt des ÖBZ zur Saatguterhaltung" mit ungezählten Sorten an Stangen- und Buschbohnen. Ausgesät wurden nach den Eisheiligen eine Auswahl der ÖBZ-Bohnen sowie einige Standardsorten der umliegenden Lagerhäuser.
April
Die Beete bzw. Tröge sind schon vorbereitet und warm. Für die Stangenbohnen sind windsichere Rankhilfen aufgestellt, für die Buschbohnen folgen Zweige nach dem Aufgehen.
Mitte Mai - die Eisheiligen sind vorbei
Ausprobiert werden eigene namenlose Bohnen vom letzten Jahr, die kommerzielle Buschbohne Slenderetta, Feuerbohnen und die Sorten Eckendorfer Rotsprenkel, Schwarze Dalmatiner, Sequoia und Thujas Spezial vom ÖBZ sowie Stangenbohnen "Pferdchen" und "Name vergessen" vom Tauschmarkt und Demeter Stangenbohnen Helda, Brunhilde und Neckargold.
Mitte Juni
Zwei Wochen weg im Urlaub.
Schnecken und Asseln haben den jungen Bohnenpflänzchen, besonders den Stangenbohnen arg zugesetzt! Von wegen Asseln, fressen keine frischen Pflanzen, man konnte sie direkt von den Blättern und Stängeln abklauben.
Salbei soll helfen, denn den Geruch mögen Asseln angeblich nicht. Mal schauen.
Jedenfalls haben wir zwei Sorten, die noch erhältlich waren, nachgesetzt: Blauhilde und Neckarkönigin sollen die Lücken auffüllen...
Ende Juni
Anfang Juli
Mitte Juli
Mitte August
Die nachgesäten Standardbohnen haben sich inzwischen gut entwickelt und es wird geerntet.
Bewährt haben sich die Buschbohnen mit ihren feinen Früchten.
Die Stangenbohnen sind meist dick und mit Fäden.
Saatgut wird von den eigenen Bohnen genommen, wenn diese trocken an der Pflanze hängen.
Vielleicht haben sich vom Saatgut des ÖBZ ein paar wenige erhalten, das werden die getrockneten Bohnen zeigen. Derzeit ist es schwierig diese konkret auseinander zu halten, weil sich einige Stauden eventuell durch die Nachsaaten vermischt haben.
Fazit
Leider ist die erste Saat, vermutlich wegen des langen nassen Frühjahr/Sommers, fast komplett den Asseln zum Opfer gefallen.
Danach wurde noch 2x nachgesät mit deprimierenden Ergebnis, schade um die Bohnen des ÖBZ,
die nachgekauften Standardsorten haben sich dann später bis Ende August gut gemacht und bringen eine gute Ernte ein.
Im September konnten wir verschiedene Sorten einsammeln.
Unser Bohnenexperiment mit Saatgut vom ÖBZ war allerdings nicht sehr erfolgreich. Diese Samenvermehrung oder Erhaltung wäre in jedem wichtig um alte und seltene Bohnensorten auch für die nächsten Generationen zu erhalten. Bohnen halten und keimen nur ein paar Jahre nach der Ernte.
Obst- und Gartenbauverein Lampoding e.V.
1. Vorsitzende Angelina Tillmanns
Leonhardistraße 2, Kirchstein
83417 Kirchanschöring
www.gartenbauverein-lampoding.de
